IS-Parolen die rote Karte zeigen
IS-Parolen die rote Karte zeigen

Am Samstag trafen in der Kreisklasse die Fußballmannschaften des TuS Röddensen II und Inter Burgdorf III aufeinander. Zunächst verlief alles ganz normal, doch dann kam es zu Rangeleien und das Spiel wurde abgebrochen.

Mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung beschäftigen nun die Gerichte. Für TuS Röddensen ist der Fall ganz klar: Spieler von Inter Burgdorf III fingen grundlos eine Schlägerei an und traten auf Spieler und Fans von TuS Röddensen II ein, beteuerten der Trainer und der Vorstand des TuS Röddensen. Am Ende musste der Schidsrichter mehrere mal die rote Karte zeigen und mehrere Polizeifahrzeuge mussten anrücken. Doch was war wirklich vorgefallen?

Tabellenletzter gegen ein aufstrebendes Burgdorf-Team

Bis zur Prügelei war es ein ganz normales Fußballspiel. Der Inter Burgdorf III ist zum aktuellen Zeitpunkt mit 39 Punkten nach 17 Spielen Drittplatzierter in der 4. Kreisklasse Hannover-Land Staffel 3, Hannover-Land. Eine Liga, die sich eher regionaler Bekanntheit erfreut und sonst der breiten Masse unbekannt ist. Deswegen dürfte auch dieser Spielabbruch und seine Gründe den meisten unbekannt bleiben.

Für den TuS Röddensen II lief die bisherige Saison nicht sehr gut. Das Team kann noch keinen einzigen Sieg vorweisen und ist ohne Punkte Tabellenletzter. Der Grund ist, dass es dem Team bislang schwer fällt neue Spieler zu finden. Das Stammteam weist zudem einen sehr hohen Altersdurchschnitt auf. Für Inter Burgdorf III stand es bis zum Spielabbruch 5:2. Es wäre ein einfacher Sieg für Burgdorf III geworden. Warum also kam es zur Prügelei und wieso wurden die sicheren 3 Punkte für Burgdorf in den letzten Minuten verschenkt? Nur wenige Minuten vor dem regulären Spielende wurde das Spiel abgebrochen. Es muss also einen sehr guten Grund dafür gegeben haben, dass Burgdorf einen sicheren Sieg riskiert.

Asylwerber als Unterstützung

Es sind die Hintergründe, wie die Teams aufgebaut sind. Genauer gesagt, aus welchen Spielern die beiden Teams bestehen. Wie bereits erwähnt leidet Röddensen II am akuten Spielermangel. Röddensen machte aus der Not eine Tugend und nahm 2014 über 25 Asylwerber in den Verein auf, die in den verschiedenen Mannschaften des TuS Röddensen mitspielen. Einige davon auch im TuS Röddensen II. Eigentlich eine ganz gute Sache. Es ist besser Asylwerber bekommen eine sinnvolle Beschäftigung, als sie sitzen den ganzen Tag in ihren Unterkünften und kommen auf dumme Ideen. Röddensen nennt die Kooperation mit den Asylwerber das „Team Mandela“ und lässt sich dafür feiern. Aber genau da wird zum Auslöser des späteren Konfliktes und der Schlägerei.

Den IS verherrlicht?

Die meisten anderen Spieler und Asylwerber spielten fair, wenn auch mit der nötigen Härte, die in einem Fußballspiel dazu gehört. Doch einer der Asylwerber scherte aus und provozierte Spieler des Inter Burgdorf III. So sagen Zeugen des Inter Burgdorf III aus, dass dieser in englischer Sprache den IS verherrlichende und kurdenfeindliche Aussagen getätigt haben soll und sich dabei mit dem Daumen über seine Kehle fuhr um die „Kopf ab“-Geste zu zeigen. Ein Burgdorf-Spieler sagte aus, dass dieser Asylwerber angedeutet hatte, auch ihnen den Kopf abschneiden zu wollen, weil sie jesidische Kurden seien. Besonders heikel wird die Geschichte, weil die meisten Spieler von Burgdorf aus jesidischen Kurden bestehen, die sich außerhalb des Fußballsportes auch stark ehrenamtlich betätigen und Hilfslieferungen an Kurden/Jesiden unterstützten und organisierten, die seit Langem vom IS verfolgt werden. Der IS geht äußerst brutal vor und inszeniert öffentlich Hinrichtungen durch Kopfabschneiden. Die Jesiden zählen zu den Hauptzielen des IS, die der IS auszurotten versucht.

Die selben Bemerkungen machte der Asylwerber zwei mal. Beim zweiten mal soll er genau aus diesem Grund vom Trainer des TuS Röddensen II ausgewechselt worden sein. Doch da war die Situation emotional bereits stark aufgeladen und die Spieler von Burgdorf sehr in Rage bezüglich dieser mehrfachen Provokation, die das Maß des Zumutbaren längst überschritten hatte. Die Beschwichtigungsversuche von Seiten des TuS Röddensen wurden in dieser Situation wie eine Verharmlosung der Kopf ab-Geste gesehen und die Spieler und Trainer des TuS Röddensen konnten nicht verstehen, dass es für Jesiden nicht nur diese Geste war, die sie so in Rage versetzte, sondern alles weitere was ihnen durch Kopf schoss und sich seit Monaten angestaut hatte und hier entladen wurde. Der Gedanke daran einer Volksgruppe angehört zu werden, die gerade verzweifelt versucht ihrer eigenen Vernichtung durch den IS und anderen Islamisten entgegen zu treten.

Konsequenzen: IS-Parolen die rote Karte zeigen

Dass der TuS Röddensen sich also dafür feiern lässt verfolgten Menschen in ihrem Verein eine Perspektive zu geben und dann so etwas passiert, dass ausgerechnet ein Asylwerber sich als IS-Fan outet und den Gegenspieler androht ihnen die Köpfe abzuschneiden, ist ganz sicher nichts, was der TuS Röddensen unterstützen wollte. Wie schon gesagt sind die Asylwerber für den TuS Röddensen bereits ein wichtiger Faktor in der Vereinsentwicklung. Dieser Vorfall könnte sich daher negativ auf die Kooperation zwischen dem Verein und den Asylwerbern auswirken, da ausgerechnet ein Fan des IS nun Teil des „Team Mandelas“ wurde und seinene Gegenspielern androht ihnen die Köpfe abschneiden zu wollen.

Der Vorstand versprach zwar, dass man sich die Situation genau anschauen werde und es Konsequenzen geben wird, wenn sich die Vorwürfe gegen den eigenen Spieler bestätigen, aber bei der Abhängigkeit an den Asylwerbern als Ersatzspieler muss auch befürchtet werden, dass dieser Vorfall so schnell wie möglich unter den Tisch gekehrt werden wird. Wenn die ganzen Asylwerber wegfallen, dann kann der TuS Röddensen vermutlich einige seiner Teams wegen Spielermangel abschreiben. Auch fiele die kostenlose PR für das „Team Mandela“ weg, die dem Team bislang Sponsoren bescherte, die abhanden kommen könnten, sollte der Asylwerber diese Dinge wirklich getan haben.

Es bleibt also zu hoffen, dass beim TuS Röddensen nicht darauf gesetzt wird diesen Vorfall zu vertuschen und Inter Burgdorf den schwarzen Peter zuzuschieben, sondern für lückenlose Aufklärung des Vorfalles zu sorgen und diesem Asylbewerber als Verein klar die rote Karte zeigen. Der Asylwerber selbst gab die Gesten und Aussagen gegenüber der Polizei bereits zu. Es würde ausreichen in Zukunft genauer hinzusehen welche Asylwerber man für sein Team spielen lässt.

Nachtrag: beim genannten Asylwerber soll es sich um einen Flüchtling aus Eritrea handeln und er soll Christ sein. Warum er sich kurdenfeindlich äußerte und die Kopf ab-Geste machte bleibt vorerst unklar. Spekulationen gehen von absichtlicher Provokation bis hin zum Einfluss von muslimischen Asylwerbern des Teams aus, die sich ihrerseits kurdenfeindlich äußerten und dies vom christlichen Asylwerber übernommen wurde.

Nachtrag II: der Vorstand des TuS Röddensen hat sich in einem Facebookeintrag von den Aussagen und Gesten des Spielers distanziert und diese verurteilt und bekannt gegeben, auf eine Entscheidung des Schiedsgerichtes zu warten, bevor weitere Maßnahmen getroffen werden.

 Links:

TuS Röddensen (offizielle Seite)

Bericht über das „Team Mandela“

Bericht über das hier geschilderte Spiel

Spieler und Zuschauer gehen aufeinander los (weiterer Bericht über das Spiel)

  • Lesya Amed

    Ja ja die armen Asylanten die wollten sich doch durch den Fussball integrieren.Es ist unfassbar,die kommen nach Deutschland weil sie angeblich Schutz brauchen aber kaum hier angekommen zeigen die ihr wahres Islamisten Gesicht! Die sollten auf direktem Wege wieder dorthin wo sie hergekommen sind!

  • Jörg Hengstmann

    Christian Rauhut<<<<<< Zuschauer des Spiels danach.
    Dass es auch anders geht, hat ja die anschließende Begegnung am gleichen Ort zwischen 1. Herren TUS Röddensen und der 2. von Inter Burgdorf gezeigt: Hart in den Zweikämpfen, aber nie bösartig die Grenzen überschreitend, immer ein faires "Shake-Hands", keine bösen Worte – weder auf, noch neben dem Platz! Und das trotz des hochbrisanten Kampfes um die Tabellenspitze! Dazu noch ein guter Schiri, der auch das nötige Fingerspitzengefühl für diese Partie hatte – Respekt an alle Akteure! Da hat das zuschauen Spass gemacht.